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Neuwelt

Neujahrsmorgen

Der Tag trägt Trauer,

Die Farben der Nacht,

Ein sanfter Schauer

Streichelt ihn sacht.

 

Die Sonne hinkt auf ihrer Bahn.

Der Mond erbleicht.

Pan phantasiert im Fieberwahn.

Vergessen ist leicht.

 

Am Abgrund schlummert ein Stein.

Die Tiefe träumt Welten.

Quarks tanzten Ringelreihen

Als Dimensionen zerschellten.

 

Das Meer verdampft zu Silberschein.

Die Ferne geht verloren.

Schweigend rollt der Horizont sich ein.

Neuwelt wird geboren.

 Schwer trägt

Das Junge Jahr

An den Altlasten.

 

Die Sonne,

Geschwächt,

Wärmt nicht.

 

Im fahlen Licht

Dämmert herauf

Die Einsicht:

 

Ändern

wird sich allein

Die Jahreszahl.

 

Es sei denn,

Wir ändern uns

Endlich.

 

Und mit uns

Ändert  sich

Die Welt.