Der Wald birgt ein Geheimnis. Nur wer es wahrt, vermag die Welt zu retten.
Der Wald birgt ein Geheimnis. Nur wer es wahrt, vermag die Welt zu retten.
Neuerscheinung
Der Große Wald
Schardt Verlag, 12,80 €, ISBN-10: 3898413667, ISBN-13: 978-3898413664 Amazon
„Der Große Wald“, sagt das Mädchen Fee , „ist die Rückseite unserer Welt.“ Wald ist ein Synonym für Welt. Es steht für die Komplexität der Systembedingungen, in die wir verwickelt sind und die wir nie vollständig zu durchschauen vermögen. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der Große Wald ist überall.
Kaum in Tybolmünde angekommen, um an der dortigen Universität zu forschen und zu lehren, werden die Professorinnen, Rahel Sternenhain und Althea Wiesengrün, in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Der Antiquar Salomon Friedenreich ist erstochen worden. Bevor er sein Leben aushaucht, faselt er noch von einem geheimnisvollen Buch, das unbedingt geschützt werden muß. Die beiden Frauen werden neugierig und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Dann gibt es einen zweiten Mord. Ein Professor, der Zwerg Steinhart Erzhauer, wird ermordet. Die Ermittlungen führen ins Universitätsmilieu. Oder haben die Bewohner der schwarzen Basaltburg ihre Finger im Spiel? Was haben die Morde mit dem mysteriösen Buch zu tun? Welche Rolle spielt das Straßenkind Fee? Das Schicksal des Mädchens scheint in rätselhafter Weise mit dem Buch und der Hüterin des Großen Waldes verstrickt zu sein.
Der Roman ist eine Mischung zwischen Krimi und Fantasie, aber auch etwas für Liebhaber philosophischen, kabbalistischen und chaostheoretischen Tief- und Unsinns.
Ein mit Augenzwinkern geschriebener phantastischer Roman, der nicht ohne Spott und Satire auskommt und auch das Universitätsmilieu nicht verschont.
Mit einem Nachwort von Klaus Rehkämper
Kongressdokumentation:
Stil als Zeichen Funktionen - Brüche - Inszenierungen.
Eine Veröffentlichung mit ca. 80 Referaten dieses Kongresses ist in Form einer CD-ROM erschienen.
Stil als Zeichen. Funktionen - Brüche - Inszenierungen.
Beiträge des 11. Internationalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) vom 24.-26. Juni 2005 an der
Europa-Universität Viadrina. Frankfurt (Oder) 2006. (= Universitätsschriften - Schriftenreihe der Europa-Universität Viadrina, Band 24).
CD-ROM (ISSN 0941-7540).
Die Dokumentation ist online zum freien Download abrufbar:
http://www.sw2.euv-frankfurt-o.de/downloads/dgs11/index.htm
Bücher
Freiheit und Verhängnis
Heideggers Topologie des Seins und die fraktale Affektlogik
Erscheinungsdatum: 02/2004; Reihe: edition fatal, Neue Philosophie; 15,00 Euro; ISBN: 978-3-935147-14-9 (Buch) bzw. 978-3-935147-15-6 (CD). Amazon edition fatal
Heideggers Topologie des Seins kann als eine Chaostheorie des Seins gelesen werden. Die einzelnen Topoi sind emergente Selbstkonstituierungen des ur-sprünglich fraktgenen Seinsgeschehens. Unsere Selbstgegebenheit, unsere Wirklichkeit und unsere Freiheit sind solche Konstituierungen und stehen nicht im Widerspruch zum Naturprozess, sondern werden von ihm getragen und ausgetragen.
Das Seinsgeschehen ist zwar schon im Anfang fatal fraktal, aber kein blindes Geschick, kein blindes Fatum. Zum Fatum gehört die Autonomie als ein Aus-sich-selbst-für-sich-selbst-sein. Freiheit ist schon im Ur-Sprung unser Verhängnis. Naturgesetz und Freiheit stehen sich nicht unversöhnlich gegenüber, doch das Fatum unserer Freiheit wurde uns wiederholt zum Verhängnis.
Her-vor-bringungen
Ästhetische Erfahrungen zwischen Bense und Heidegger
Aus der Reihe: Bildwissenschaft Bd. 8
Deutscher Universitäts Verlag 2003. XVI, 388 S. Mit 33 Abb. Dissertation Universität Hamburg 1997 Br. , 54,90 €
ISBN: 978-3-8244-4526-4, DUV
Bilder sind allgegenwärtig; ihre Gegenwart und Macht ist zum Selbstverständlichsten einer medialisierten Welt geworden. Mit dieser "Wirklichkeitsbemächtigung" geht die Abschaffung des Bildes als Bild einher, denn es werden mehr Bilder her-vor-gebracht, als wir zu übersehen vermögen; und sie werden daher gar nicht mehr als Bilder wahrgenommen: Sie verbergen sich sozusagen in ihren Her-vor-bringungen und werden zur Fiktion.
Beatrice Nunold entwirft den Grundriss einer Theorie der Her-vor-bringung ästhetischer Realität, die es erlaubt, zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Kunst zu unterscheiden und gleichzeitig ihre gemeinsamen konstitutiven Momente als Weisen unserer Her-vor-bringung von Wirklichkeit zu verstehen. Sie begreift Max Bense als Protagonisten und Propheten einer Welt, in welcher der Schein Realität und die Realität Schein geworden ist, und modifiziert und erweitert seine Semiotik. Diese erweist sich als operable Oberflächenstruktur einer seinstopologischen Tiefendimension,wie Heidegger sie in seinen Texten zum "Weltgeviert" und zur Sprache, Kunst und Technik entwirft.
Mit schmerzendem Nacken erwachte Elischa und erinnerte sich nur allmählich des Schlages. Er rieb sich den Hals mit seiner linken Hand, während er sich mit der Rechten aufstützte. Mühsam richtete er sich auf und gewahrte den ungastlichen Ort, einen fensterlosen Raum, der nur spärlich durch eine Öllampe beleuchtet zu sein schien. Es handelte sich offensichtlich um eine Abstellkammer. An den Wänden, von denen der Putz blätterte, lehnten verstaubte Bilder. In Regalen standen Gefäße mit eingelegtem Getier, das er nicht zu identifizieren vermochte, und seltsame Glasgerätschaften. Auf allem lag eine dicke Staubschicht. In einer Ecke stand ein altes Astrolabium. Unter Schmerzen versuchte er, den Kopf zu drehen. Was er sah, ließ ihm das Blut in Adern gefrieren. Unweit von ihm entfernt stand ein riesiger, schwarzer Wolf, die Lefzen gierig hochgezogen, bleckte er seine großen, gelben Zähne. Die Bestie rührte sich nicht und kein Laut drang aus ihrer Kehle. Tote Glasaugen, denen das spärliche Licht einen unguten Reflex des einstigen Lebens verliehen, blickten ihn böse an. Ein Stoßseufzer entfloh Elischas Lippen als er endlich begriff, daß das Untier tot und ausgestopft in der dunklen Kammer verstaubte. Der Große Wald
Philosophie und Phantasie sind kein Gegensatz.